BAFA-Invest: Wie aus der Ablehnung von ink& im zweiten Anlauf eine Aufnahme wurde.
Der erste Antrag von ink& für das BAFA-Invest-Programm wurde abgelehnt. Verlangt wurde ein von PwC geprüftes Innovationsgutachten, für das Gründer Felix weder Zeit noch Erfahrung hatte. nxt milestone erstellte das Gutachten, und im zweiten Anlauf wurde das Startup direkt in das Programm aufgenommen.
In einem Interview gibt Felix Einblicke in die Entstehungsgeschichte seines Unternehmens und in die Zusammenarbeit.
Das ist ink&
ink& ist die digitale Plattform für Tattoo-Künstler. Designs verschiedenster Tattoo-Künstler können als Sticker, Kleidung oder Kunstdruck erworben werden. Hierdurch ist der Markteintritt in einen konservativen Markt geglückt, an welchem selbst die Altmarke Edding gescheitert ist.
Wann und wie bist du auf die Gründungsidee gekommen, Felix? Wie funktioniert euer Geschäftsmodell?
Als im Rahmen der Corona-Pandemie 2020 der 1. Lockdown begann, haben Tätowierer in meinem Bekanntenkreis nicht mehr arbeiten dürfen, da es sich um körpernahe Dienstleistungen handelt. So hat sich bei mir die Frage gestellt: Wie kann man diesen Menschen helfen? Uns kam die Idee zu einem Print-on-Demand Shop. Zu Beginn konnten wir eine Kooperation mit einer Druckerei schließen und schon vom Start an überdurchschnittlich gute Umsätze erwirtschaften. Mittlerweile arbeiten wir mit über 250 Künstlern zusammen, die uns über ihre Reichweite auf Instagram unterstützen.
Was war euer größtes Fuck-up?
Die Bürokratie in Deutschland für diverse Abläufe ist eine ständige Herausforderung. Alleine die Erteilung einer Umsatzsteuernummer kann Wochen dauern und den Firmenstart stark verzögern. Außerdem wird das Bild vom Gründen in den Medien oft zu stark glorifiziert. Es wird wenig darüber gesprochen, wie anstrengend der gesamte Prozess ist und wie viel Einsatz es kostet. Ein gutes Team an meiner Seite und der Fokus auf das eigene Vorhaben haben mich immer wieder geerdet und eine positive Unternehmensentwicklung möglich gemacht.
Die Herausforderung
Im Gründungsalltag zählt jeder Schritt, doch der erste Antrag von ink& für das BAFA-Invest-Programm wurde abgelehnt. Für das Startup bedeutete das, ein komplexes Innovationsgutachten zu erstellen, wofür weder die nötige Zeit noch die entsprechende Erfahrung vorhanden war.
Unsere Lösung
Wir haben uns der Aufgabe angenommen und das erforderliche Innovationsgutachten erstellt. Durch die überzeugende Darstellung des innovativen Geschäftsmodells von ink& gelang es, das Start-up im zweiten Anlauf erfolgreich in das BAFA-Invest-Programm aufzunehmen.
Die externe Unterstützung und Beratung ist keinesfalls zu unterschätzen. Die Zusammenarbeit hat uns neue Perspektiven auf unser eigenes Geschäftsmodell eröffnet, welche wir auch gleich in unsere Pitches eingebaut haben.
Wie hat nxt milestone geholfen bzw. euch unterstützt?
Die externe Unterstützung und Beratung ist keinesfalls zu unterschätzen. Unser Antrag für das BAFA-Invest-Programm wurde zuerst abgelehnt und die Einreichung eines Innovationsgutachtens verlangt, welches durch PwC geprüft wird. Da wir zeitlich sehr eingebunden sind und es uns an der Erfahrung für das Gutachten fehlte, haben wir uns an nxt milestone gewandt. Die Zusammenarbeit hat uns neue Perspektiven auf unser eigenes Geschäftsmodell eröffnet, welche wir auch gleich in unsere Pitches eingebaut haben. Dank des Innovationsgutachtens von nxt milestone wurden wir im zweiten Anlauf direkt in das BAFA-Invest-Programm aufgenommen.
Die Auswirkung
Mit der Aufnahme in das BAFA-Invest-Programm konnte ink& die digitale Plattform weiter ausbauen und die Zusammenarbeit mit über 250 Künstlern etablieren.
Worauf bist du rückblickend besonders stolz? Was waren eure größten Erfolge?
Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Für uns ist es ein großer Erfolg, eine Idee in einem schwierigen Marktumfeld aufzubauen und über einen langen Zeitraum weiterzuentwickeln. Die kontinuierliche Arbeit mit Partnern und Künstlern. Wir sind authentisch geblieben und konnten uns so persönlich weiterentwickeln und organisch wachsen. Das positive Feedback aus dem Umfeld gibt uns zusätzlich Auftrieb und zeigt, dass wir doch einiges richtig gemacht haben.