Wie Ohmnum mit nxt milestone eine der begehrtesten Deep-Tech-Förderungen Europas gewann
Von der Vision zum Eurostars-Zuschuss: die Success Story
An der Schnittstelle von Neurowissenschaft und Ingenieurskunst entwickelt Ohmnum haptische Lösungen, die emotionale Gesundheit neu denken. Das agile Zweierteam rund um Gründer Dan Shor, einen Haptik-Spezialisten mit über zehn Jahren Branchenerfahrung, und CPO/COO Sarah Moglia nutzt gezielte Vibrationsmuster, um Menschen dabei zu helfen, Stress zu regulieren, ihr Nervensystem zu steuern und im Alltag Balance zu finden.
Gemeinsam mit nxt milestone sicherte sich Ohmnum eine Förderung im Rahmen von Eurostars, einem der wettbewerbsintensivsten Deep-Tech-Programme Europas. Das ist die Geschichte dahinter.
Über Ohmnum
Ohmnum baut kleine elektronische Geräte, die Menschen dabei unterstützen, ihren mentalen Zustand über den Tag hinweg zu navigieren. Kern der Technologie sind sogenannte Voice Coil Actuators, eine besondere Art von Vibrationsmotor, die ähnlich wie ein Lautsprecher funktioniert und komplexe, präzise haptische Signale liefert. Statt Vibration nur für Benachrichtigungen oder Spielereien zu nutzen, setzt Ohmnum sie ein, um körperliche Zustände positiv zu beeinflussen und Nutzenden zu helfen, zu entspannen, ihre Atmung zu regulieren und Balance zu finden.
Der Name selbst verdichtet die Mission des Unternehmens. Er vereint OM, den meditativen Klang, OHM, die physikalische Einheit für elektrischen Widerstand, und NUM für das numerische, datengetriebene Engineering. Zusammen ergeben sie Ohmnum.
Alles, was das Team tut, ist in Forschung und Neurowissenschaft verankert. Dan Shor bringt drei Ingenieursabschlüsse und einen akademischen Hintergrund mit, der von Virtual Reality in den Niederlanden über Sextech bis hin zu affektiver Wellness reicht. Die zentrale Frage, die ihn über Jahre begleitet hat: Wie kann gezielte Vibration das menschliche Nervensystem regulieren und einen schlechten Tag zum Besseren wenden?
Die Ausgangslage
Der Aufbau eines Deep-Tech-Unternehmens in Europa ist teuer und langwierig. Doch genau als Ohmnum startbereit war, verschob sich das makroökonomische Umfeld dramatisch.
Ohmnum wurde im Dezember 2024 registriert, nach 18 Monaten Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen startete in einer Phase, in der sich das Klima für junge Technologieunternehmen in Europa und Nordamerika spürbar verschlechtert hatte. Aus dem eigenen Netzwerk in Montreal und Europa wusste das Team aus erster Hand, wie hart der Markt geworden war.
Deshalb wurde eine Kombination aus Eigenmitteln und öffentlichen Zuschüssen zur Kernstrategie, statt einfach eine große Idee zu pitchen und zu hoffen, dass sie zündet.
„Die größte Herausforderung bei der Beantragung öffentlicher Fördermittel in Deutschland und Europa ist der schiere administrative Aufwand und die bürokratische Präzision, die verlangt wird. Förderrahmen fordern eine exakte Übereinstimmung zwischen der technischen Roadmap und den strengen Programmkriterien. Für ein schlankes Tech-Team bedeutet es, hunderte Stunden mit dem Entschlüsseln von Richtlinien zu verbringen und damit den Fokus vom Produkt wegzunehmen."
Dan Shor, Gründer von Ohmnum
Die Realität, in Deutschland ein Unternehmen aufzubauen, war ernüchternd. Elf Monate und drei Wochen dauerte es, bis Ohmnum als überwiegend international tätiges Unternehmen eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erhielt. In Deutschland gibt es kaum Spielraum und wenig Toleranz für Fehler, was den Prozess für Erstgründer und kleine Teams besonders anspruchsvoll macht.
Für ein Zweierteam war klar: Ohne den richtigen Partner ließ sich dieser bürokratische Aufwand nicht stemmen, ohne die eigentliche Arbeit am Produkt zu opfern.
Warum ein Konsortium statt eines Alleingangs
Ohmnums Geschäft dreht sich um Erfahrungen, also um haptische Experiences. Das Unternehmen wollte nicht gleichzeitig Erlebnisse, haptische Sitze und Wearables selbst bauen, denn das sind zu viele verschiedene Dinge für ein kleines Team in der Frühphase.
Genau hier wird konsortiengetriebene Innovation entscheidend. Ohmnum trat dem Eurostars-Projekt gemeinsam mit InnovoBot bei, dem verbundenen Partnerunternehmen, das die Hardware-Entwicklung der Sitze verantwortet. Hinzu kamen eine Universität für die Forschungsanalyse und ein Sensortechnologie-Unternehmen, das hilft, den Zustand der Nutzenden zu erfassen. Ohmnums Rolle ist der Klebstoff, der all das zusammenhält: die Entwicklung der künstlichen Intelligenz und der zugrunde liegenden Trainingsdaten, die aus einem gestressten Zustand einen ruhigen, fokussierten machen.
Keiner der Partner hätte das allein umsetzen können. Erst mit fünf Konsortialpartnern im Projekt wurde ein marktfähiges Produkt möglich. Der schlanke, europäische Ansatz gab Ohmnum dabei die nötige Disziplin und den Fokus, statt sich mit vermeintlich unbegrenzten Ressourcen zu verzetteln.
Die Zusammenarbeit mit nxt milestone
Die Lösung lag in der strategischen Expertise von nxt milestone. Ohmnums komplexe Deep-Tech-Roadmap wurde in exakt jene Struktur übersetzt, die große europäische Förderprogramme verlangen, und die bürokratische Last vollständig übernommen.
Der Kontakt entstand über die Community des MotionLab Berlin, wo Dan Shor seit fast vier Jahren als Mentor aktiv ist. Dort lernte er Georg kennen, unter anderem durch die Überschneidung beim HardTech Accelerator-Programm. Aus ersten Gesprächen über Ohmnum, das verbundene Unternehmen InnovoBot und die Vision, transatlantische Innovation zwischen Nordamerika und Deutschland zu verbinden, entwickelte sich die Zusammenarbeit ganz natürlich.
nxt milestone schloss die Lücke zwischen der Deep-Tech-Roadmap und den spezifischen Anforderungen der großen europäischen Förderprogramme. Das Team übernahm die schwere administrative Arbeit, strukturierte den Konsortialantrag für Eurostars und stellte sicher, dass Zahlenteil und technische Darstellung jedes Bewertungskriterium nahtlos erfüllten.
Besonders wertvoll war dabei, dass sich die Zusammenarbeit nicht auf den Antrag beschränkte. Der administrative Aufwand rund um die deutsche Förderabwicklung war enorm: rund 200 bis 250 Stunden reine Kommunikation mit den Förderstellen, unzählige Überarbeitungen und Detailfragen. In jeder einzelnen dieser Runden war nxt milestone an Ohmnums Seite. Für jede Stunde, die das Team investierte, brachte nxt milestone dieselbe Zeit ein.
„Die Klarheit, die Geschwindigkeit und die Effizienz. Das Team hat unsere Technologie sofort verstanden, mit großer Effizienz gearbeitet und uns die Komplexität der Eurostars-Bewerbung abgenommen, sodass sich unser Team auf Engineering und Produktentwicklung konzentrieren konnte."
Dan Shor, Gründer von Ohmnum
Für uns endet die Zusammenarbeit nicht mit der Bewilligung. nxt milestone begleitet das Projekt über die gesamte Laufzeit. Für Ohmnum bedeutet das mehr als Antragstellung: Ein Teil der Projektadministration und der Verwendungsnachweise läuft über nxt milestone, sodass sich das Team vollständig auf die eigentliche Unternehmensarbeit konzentrieren kann. Denn im Deep-Tech-Bereich gilt: Wer den ersten Zuschuss nicht sauber abwickelt, bekommt keinen zweiten.
Das Ergebnis
Der Gewinn der Eurostars-Förderung markiert einen transformativen Meilenstein für Ohmnum. Durch die Zusammenarbeit sicherte sich das Unternehmen einen Zuschuss in einem der wettbewerbsintensivsten Deep-Tech-Förderprogramme Europas und belegte damit die Stärke seiner Vision auf internationaler Bühne.
Bemerkenswert dabei: Der erfolgreiche Antrag entstand in nur rund dreieinhalb Wochen, von der ersten gemeinsamen Abstimmung bis zur Einreichung kurz vor der Deadline. Ein knapper Zeitrahmen, an dessen Machbarkeit im Konsortium kaum jemand glaubte. Weniger als ein Jahr nach der Unternehmensgründung stand der Erfolg fest. Eurostars ist alles andere als ein kleiner Gewinn; wer hier überzeugt, zählt effektiv zu den rund 200 besten Ideen in Europa und den weiteren Partnerländern des Eureka-Netzwerks.
Für Ohmnum bedeutet die Förderung Planungssicherheit in einer schwierigen Marktphase. Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden, und die technische Roadmap lässt sich konsequent vorantreiben. Über den zusätzlichen Spielraum hinaus liefert der Gewinn einer renommierten europäischen Förderung eine starke Validierung durch Dritte. Er beweist künftigen Partnern und Kundinnen, dass Ohmnums haptische Technologie auf fundierter Innovation beruht. Damit beschleunigt sich die Produktentwicklung um Monate, und die Position als Vorreiter im Bereich der affektiven Wellness-Haptik festigt sich.
„Öffentliche Förderungen wie Eurostars sind ein echter Gamechanger, aber nur, wenn man die Bewerbung richtig umsetzt. Konzentriere dich auf deine Kerntechnologie und hol dir Experten wie nxt milestone an Bord, die die Förderstrategie übernehmen. Das spart wertvolle Zeit und erhöht die Erfolgschancen drastisch."
Dan Shor, Gründer von Ohmnum
Der Rat von Dan Shor an andere Gründer
„Versuche nicht, komplexe öffentliche Förderlandschaften komplett allein zu navigieren. Wer von Tag eins an mit Spezialisten zusammenarbeitet, die die Mechanik von Fördermitteln verstehen, spart Monate an Reibung und stellt sicher, dass der Antrag genau so strukturiert ist, wie Gutachter es erwarten."
Dan Shor, Gründer von Ohmnum
Du entwickelst Deep Tech und stehst vor der Herausforderung, öffentliche Förderungen zu sichern? nxt milestone übernimmt die bürokratische Last, damit du dich auf das konzentrieren kannst, was zählt: deine Technologie. Sprich mit uns.