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Businessplan erstellen lassen: Wann es sich lohnt und worauf du achtest

Von Georg Binienda-Meuser, Founder & CEO
Geprüft am 5 Min. Lesezeit

Einen Businessplan erstellen zu lassen lohnt sich, wenn eine Bank, eine fachkundige Stelle oder ein Förderprogramm ihn prüft und dir Zeit oder Erfahrung fehlen. Gute Anbieter klären zuerst Ziel und Leser, arbeiten zu einem festen Preis und rechnen den Finanzplan gemeinsam mit dir. Jede Annahme musst du trotzdem selbst erklären können.

Wenn du deinen Businessplan samt Zahlen nicht allein aufstellen willst, unterstützen wir dich in der Strategieberatung.

Inhalt
  1. Wann lohnt es sich, den Businessplan erstellen zu lassen?
  2. Was du selbst beitragen musst
  3. Woran du seriöse Anbieter erkennst
  4. Gibt es einen Zuschuss für die Beratung?
  5. Was einen guten Businessplan ausmacht
  6. So läuft es bei uns ab
  7. Was kostet es, einen Businessplan erstellen zu lassen?

Wann lohnt es sich, den Businessplan erstellen zu lassen?

Für sich selbst kann fast jede:r einen Businessplan schreiben. Hilfe von außen lohnt sich vor allem in diesen Fällen:

  • Eine Bank, eine fachkundige Stelle für den Gründungszuschuss oder ein Förderprogramm prüft den Plan.
  • Dein Zahlenteil ist aufwendig, etwa mit Personal, Lager oder größeren Investitionen.
  • Dir fehlt die Zeit, weil du noch angestellt bist oder schon Kund:innen betreust.
  • Du willst eine zweite, neutrale Sicht auf Annahmen, die du selbst für sicher hältst.

Weniger sinnvoll ist es, solange dein Geschäftsmodell noch nicht steht. Ein Plan ist nur so gut wie die Entscheidungen dahinter. Kläre dann zuerst die Grundlagen, wie im Ratgeber Businessplan erstellen beschrieben.

Was du selbst beitragen musst

Auch ein Plan, den du schreiben lässt, braucht dich. Du lieferst deine Idee und dein Angebot, deinen Lebenslauf und Nachweise deiner Qualifikation. Dazu kommen Angebote für Anschaffungen, deine Preise, Mietkosten und deine privaten Ausgaben. Im Gespräch mit Bank oder IHK musst du jede Zahl erklären können. Ein Plan, den du selbst nicht verstehst, hilft dir dort nicht.

Woran du seriöse Anbieter erkennst

  • Es gibt ein kostenloses Erstgespräch, in dem ihr Ziel, Leser, Umfang und Zeitplan klärt.
  • Das Angebot ist schriftlich, mit Festpreis, Leistungsumfang und der Zahl der Korrekturschleifen.
  • Referenzen und Bewertungen lassen sich nachprüfen, am besten aus deiner Branche oder für denselben Zweck.
  • Der Anbieter kennt deinen Leser: Bank, fachkundige Stelle oder Förderprogramm.
  • Du bekommst den Finanzplan als Tabelle, die du selbst weiterführen kannst.
  • Du hörst auch dann eine ehrliche Antwort, wenn deine Zahlen nicht aufgehen.
  • Der Anbieter verspricht dir keine Zusage. Ob ein Kredit oder Zuschuss bewilligt wird, entscheiden Bank oder Behörde.

Gibt es einen Zuschuss für die Beratung?

Ja, aber nur für Unternehmen, die schon am Markt tätig sind. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst Unternehmensberatungen für kleine und mittlere Unternehmen. Laut Förderrichtlinie (Fassung vom 12. Dezember 2024) gilt:

  • Wer noch nicht gegründet hat, kann den Zuschuss nicht beantragen.
  • Bist du im ersten Jahr nach der Gründung, führst du zusätzlich ein kostenloses Informationsgespräch bei einem regionalen Ansprechpartner. Als Gründungsdatum zählt die Gewerbeanmeldung oder der Handelsregistereintrag, bei Freiberufler:innen die Anmeldung beim Finanzamt.
  • Den Beratungsvertrag unterschreibst du erst, wenn das Informationsschreiben der Leitstelle da ist. Sonst ist keine Förderung möglich.
  • Beratungen, die überwiegend Fördermittel zum Thema haben, werden nicht gefördert.
  • Beraten darf nur, wer beim BAFA registriert ist.
  • Die Richtlinie gilt für Anträge bis zum 31. Dezember 2026. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht.

Gefördert werden höchstens 3.500 Euro Beratungskosten. Wie viel davon du zurückbekommst, hängt vom Standort deiner Betriebsstätte ab:

Standort der BetriebsstätteZuschussHöchstens
Neue Bundesländer, mit den Regionen Lüneburg und Trier, ohne Berlin und Region Leipzig80 %2.800 €
Alte Bundesländer, mit Berlin und der Region Leipzig, ohne die Regionen Lüneburg und Trier50 %1.750 €

Antrag und Ablauf beschreibt die BAFA-Programmseite.

Wir sind beim BAFA als Beratungsunternehmen registriert. Die Registrierung ist Voraussetzung für den Zuschuss, aber kein Gütesiegel. Laut Richtlinie (Nr. 4.2) prüft das BAFA dabei formale Punkte wie die Selbstständigkeit, den Anteil der Beratung am Umsatz und ein Qualitätssicherungssystem.

Was einen guten Businessplan ausmacht

  • Eine klare Gliederung, in der sich Leser:innen schnell zurechtfinden.
  • Eine nachvollziehbare Marktchance: wer kauft, warum, und gegen wen du antrittst.
  • Annahmen, die im Finanzplan erklärt sind. Wie du Umsatz, Kosten und Liquidität aufbaust, steht im Ratgeber Finanzplan erstellen.
  • Konkrete Meilensteine mit Zuständigkeiten und Terminen.

Welche Fehler in Businessplänen häufig vorkommen, steht im Ratgeber Businessplan erstellen im Abschnitt „Typische Fehler im Businessplan“.

So läuft es bei uns ab

  1. Erstgespräch: Wir klären kostenlos Ziel, Leser und Stand deines Vorhabens.
  2. Angebot: Du bekommst ein schriftliches Angebot mit Festpreis und Zeitplan.
  3. Bestandsaufnahme: Wir schärfen mit dir Geschäftsmodell und Alleinstellungsmerkmal und sammeln die Unterlagen.
  4. Textteil und Finanzplan: Wir schreiben den Text und rechnen den Finanzplan. Rückfragen klären wir laufend.
  5. Feedback: Wir gehen den Entwurf gemeinsam durch, deine Anmerkungen fließen ein.
  6. Auf Wunsch prüfen wir, welche Förderprogramme zu deinem Vorhaben passen.

Was kostet es, einen Businessplan erstellen zu lassen?

Der Preis hängt vom Umfang ab. Wie viele Kapitel entstehen neu, wie aufwendig ist der Finanzplan, gibt es Personal, Lager oder mehrere Standorte, und für wen ist der Plan bestimmt? Vergleiche Angebote deshalb nach Leistungsumfang, nicht nur nach Preis. Was in einem Angebot stehen sollte, erklärt der Ratgeber Was kostet ein Businessplan?. Unsere Konditionen besprechen wir im Erstgespräch.

Prüf außerdem, ob ein Programm einen Teil übernimmt. Für bestehende Unternehmen ist das der BAFA-Zuschuss oben. Bist du arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldet, kann die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter ein Gründungscoaching über einen AVGS fördern. Darin erarbeitest du deinen Plan selbst, mit Begleitung. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht. Wer ihn bekommen kann, steht im Ratgeber AVGS-Voraussetzungen.

Du willst deinen Plan nicht allein schreiben?

Im Erstgespräch schauen wir, wo du stehst und welche Unterstützung für dich sinnvoll ist.

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Über den Autor

Georg Binienda-Meuser

Founder & CEO, nxt milestone

Georg hat nxt milestone 2020 gegründet und begleitet Gründer:innen vom ersten Plan bis zum eigenen Unternehmen. Er ist Mentor am Founder Institute.

nxt milestone begleitet seit 2020 Gründer:innen, bisher bei über 1.200 Gründungen. Mehr über uns

Zuletzt geprüft am nächste Prüfung 04/2027

Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 09.10.2026.

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